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| Der Heimatverein Bevergern e.V. |
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| Das Gründungsdatum des Heimatvereins Bevergern e. V.
ist nicht genau bekannt. Nach mündlichen Überlieferungen wurde
eine beständige Tätigkeit 1928 aufgenommen, so dass der Verein
im Jahre 2003 sein 75jähriges Vereinsjubiläum feiert. Vorläufer
war der um 1925 gegründete "Verschönerungsverein für
Bevergern und Umgebung". Anlass hierzu war folgender: Auf dem Gelände
der ehemaligen Burg (1680 gesprengt) wohnten in den beiden Dienstwohnungen
der Schule die Lehrer Störkmann und Lenfort mit ihren Familien. Beide ärgerten
sich darüber, dass die Anwohner vom Markt und von der Burgstraße
ihre Ackerwagen - von der eigenen Tür weg - vor die Häuser der
Lehrer schoben, und das vornehmlich zum Sonntag. Gutes Zureden half da
nicht, denn es ging um vermeintlich alte Rechte. Und damit nahmen es unsere
Vorfahren immer sehr genau. Also mussten andere Wege gefunden werden, um
dem Übelstand mit den Wagen vor den Türen beizukommen. |
| Die Idee war verblüffend einfach: Aus den Abstellplätzen
wurden - mit Zustimmung des Gemeindevorstehers August Beyer - Grünanlagen
gemacht und das erste öffentliche Grün in unserem Städtchen
entstand am Transformator. Gleichzeitig war der Verschönerungsverein
ins Leben gerufen. Noch kein Verein mit Satzungen und Statuten im engeren
Sinne, jedoch die erste Gemeinschaft, die sich dem Gedanken der Heimat-
und Ortsbildpflege verschrieb. Um 1928 schloss man sich dem 1924 gegründeten
Kreisheimatbund Tecklenburg an und nannte sich fortan Heimatverein. Erster
Vorsitzender wurde der bereits ober erwähnte Hauptlehrer August Lenfort.
Der erste schriftliche Beweis datiert vom 29.05.1931 aus einem Protokoll
der Stadtratssitzung: "4. Antrag des Heimatvereins, das am Eingang
der Allee gelegene Wiesenstück ihm zu überlassen für Anlage
eines Steingartens mit Bank, wie am Transformator. Es wird darauf hingewiesen,
daß dadurch evtl. Erschwerung für Heekenjann bzgl. Zugang zu
seiner Weide entstehen könnte und daß Waschgelegenheit bestehen
bleiben muß. |
| Auch wird befürchtet, daß die Anlagen beschädigt
werden könnten. Es wird vorgeschlagen, das Stück an Heekenjann
zu verpachten zu seiner Weide. Es wurde der Vorschlag gemacht: der Platz
wird dem Heimatverein überlassen unter der Bedingung, daß für
Heekenjann und zum Waschen als Brückengeländer eine Fläche
von 3 meter Breite zur Benutzung verbleibt und kein Interessent benachteiligt
wird. Gemeindevertretung ist mit dem Vorschlag einverstanden. 5. Es wurde
angeregt, die Allee an Sonntagen für Radfahrerverkehr zu sperren und
das Ankleben von Reklame zu untersagen." Nach dem Wegzug von Lehrer
Lenfort wurde 1933 der Malermeister Karl Arnemann erster Vorsitzender.
Er setzte sich vor allen Dingen für die Renovierung von Kunstschätzen
im Kirchenbesitz und von Bildstöcken ein. Im Jahre 1948 wurde die
Tätigkeit des Heimatvereins wieder neu aufgenommen. Ab 1953 leitete
Rektor Johannes Bellmann den Verein. Im Jahre 1955 wurde der erst 27jährige
Kaufmann Ernst-August Beyer erster Vorsitzender und stand fast 40 Jahre
an der Spitze des Vereins. |
| Seit 1994 führt Bernhard Hembrock (Jahrgang 1954) den
Verein. Dem geschäftsführenden Vorstand gehören ferner an:
Heinz Levedag (Jg. 1953) als zweiter Vorsitzender; Schatzmeister Josef
Hellkuhl (Jg. 1954); Schriftführer Heinz-Josef Reckers (Jg. 1960)
und der Kustos des Heimathauses Julius Pelster (Jg. 1929). Der Verein bezweckt
die Förderung der Heimatpflege, der Heimatkunde und der Heimatgeschichte,
des heimatlichen Brauchtums einschließlich Sprache und Liedgut, des
Denkmal-, Landschafts-, Natur- und Umweltschutzes. Dabei erstrebt er, Überliefertes
und Neues sinnvoll zu vereinen, zu pflegen und weiter zu entwickeln, damit
Kenntnis der Heimat, Verbundenheit mit ihr und Verantwortung für sie
in der Bevölkerung des Arbeitsgebietes des Vereins auf allen dafür
in Betracht kommenden Gebieten geweckt, erhalten und gefördert werden.
Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch Veranstaltungen
für jedermann; heimatkundliche Wanderungen und Fahrten für jedermann;
Sammlung, Bewahrung und Ausstellung heimatkundlichen Kulturgutes im Heimathaus
Bevergern; Herausgabe von Schriften mit Inhalten, die dem Satzungszweck
entsprechen; Anlage und Betreuung von Wanderwegen und Biotopen; Zusammenkünfte
und andere Veranstaltungen, in denen Brauchtum, Sprache und Liedgut gepflegt
werden; besondere Veranstaltungen und Maßnahmen, die das Augenmerk
der Öffentlichkeit auf die vom Verein verfolgten Zwecke lenken und
Zusammenarbeit mit dem Westfälischen Heimatbund und dessen Untergliederungen,
die gleiche oder ähnliche Ziele verfolgen. |
| Es gibt insgesamt 16 Arbeitskreise: Bau- und Denkmalpflege
(Robert Eickel), Natur- und Landschaftsschutz (Manfred Lindenschmidt),
Stadtgeschichte und Archivwesen (Dr. Klaus Offenberg), Fotoarchiv (Manfred
Giese), Bibliothek (Gerda Schnetgöke), Spinnen und Weben (Brigitte
Offenberg), niederdeutsche Sprache (Albert Rüschenschmidt), Wandergruppe
(Herbert Löchte), Pättkesfahrten (Heinrich Schnetgöke),
Volkstanz- und Brauchtumspflege (Hermann Niestegge und Heinz-Jürgen
Köpping), Pflege der Ruhebänke (Aloys Hüsken), Kulturveranstaltungen,
Bauhütte Holz (Theo Höckesfeld), Bauhütte Metall (Josef
Lagemann), Bauhütte Grün (Dr. Klaus Offenberg) und Bauhütte
Stein. Die Leiter der Arbeitskreise gehören dem erweiterten Vorstand
an. |
| Der Beirat besteht aus den Mitgliedern des erweiterten Vorstandes,
dem Bürgermeister, dem Ortsvorsteher, je einem Mitglied der im Rat
vertretenen Fraktionen aus dem Stadtteil Bevergern, dem Pfarrer der Katholischen
und Evangelischen Kirchengemeinde und dem Leiter der Grundschule. Robert
Eickel ist einer von drei Sprechern des Fachbereiches Denkmalpflege im
Westfälischen Heimatbund. Heinz-Josef Reckers ist Schriftführer
im Kreisheimatbund Steinfurt. Bernhard Hembrock ist als Kreistagsmitglied
Vorsitzender des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport. Der Verein
hat 280 Mitglieder. Der Jahresbeitrag beträgt 10 €. |
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