
Zeittafel Bevergern |
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| ab 1272 | die Ritter von Bramhorne, Tecklenburger Dienstleute, werden häufig als Zeugen in diversen Urkunden erwähnt |
| um 1300 | erste Tecklenburger Burganlage als ‚Motte’ mit ca. 50 mtr. Durchmesser |
| 1334 | Erwähnung des Arnold von Bevergern als Aldermann in Münster |
| 30.11.1364 | erste Erwähnung von Bevergern als ‚Beuergherne’ in einer Urkunde des Klosters Gravenhorst |
| 25.07.1366 | Verleihung der Stadtrechte durch den Grafen Nikolaus I. und seinem Sohn Otto V. von Tecklenburg |
| um 1366 | Baubeginn der Kirche |
| 11.07.1367 | Nikolaus Graf von Tecklenburg bekundet, dass die Kirchen zu Riesenbeck und Bevergern ein Lehen bleiben |
| 1379 - 1385 | Fehde zwischen dem Grafen von Tecklenburg und dem Bischof von Münster |
| 1385 | das ‚Wigbold’ Bevergern, jedoch nicht die Burg, wird von Bischof Heidenreich zerstört |
| 1387 | Graf Nikolaus II. verpfändet für kurze Zeit Burg und Stadt an seinen Knappen Heinrich von Buck |
| 1387 | 1387 Bevergern wird Tecklenburger Amt, wozu Riesenbeck, Saerbeck, Hembergen,
(Ems-)Detten, Altenrheine und Hopsten gehören |
| 25.10.1400 | Bischof Otto IV. von Hoya erobert das Amt Bevergern und große Teile des Emslandes, dem späteren Niederstift; er lässt die Burg zu einem ‚königlichen castrum’ ausbauen; Bevergern wird Gogerichtsbezirk |
| 04.10.1424 | Otto von Hoya stirbt auf seiner ‚Lieblingsburg’; seine Eingeweide werden in der Kirche vor dem Hauptaltar bestattet |
| um 1425 | Bevergern wird zur selbständigen Pfarre erhoben |
| 1425 | Fehde zwischen dem Bischof von Münster und Osnabrück; die Feldmark des Ortes wird verwüstet |
| 1425 | Hinweis auf eine Schützengilde, die zur Stadtverteidigung eingesetzt wird |
| 1427 | das Bürgerbuch von Bevergern wird angelegt |
| 1450 | Graf Johann von Hoya erobert die Burg und übergibt sie der Stadt Münster |
| 1457 | Graf Erich von Hoya erhält die Burg als Unterpfand, weil er auf den Bischofsstuhl verzichtet |
| 1458 | durch den Tod von Erich fällt die Burg wieder an den Bischof Johann III. von Bayern zurück |
| 1466 | die Burg wird an den Herzog von Kleve verpfändet |
| 1475 | in der Burg sind 35 Personen beschäftigt |
| 1483 | Chor und Sakristei der Kirche werden angebaut |
| 1488 | das Kloster Gravenhorst erwirbt das ‚Hornsse Gut’ als Stadtwohnung |
| um 1500 | Bevergern hat ca. 400 Einwohner |
| 09.02.1508 | Bischof Konrad von Rietberg stirbt auf der Burg |
| 1533-1535 | Wiedertäuferzeit |
| 13.01.1534 | ‚Blutgerichtstag’ zu Bevergern; 26 Personen werden angeklagt; zwei Männer werden zum Feuertod verurteilt; neun Frauen und ein Mann finden den Wassertod |
| Juni 1534 | die ‚zweite Judith’ Hille Feicken, die den Bischof Franz von Waldeck ermorden wollte, wird auf dem ‚Galgenkamp’ enthauptet und auf das Rad geflochten |
| Dez. 1535-Jan. 1536 | der Wiedertäuferkönig Jan van Leiden sitzt bis zu seiner Hinrichtung in der Burg ein und wird von den Theologen Corvinus und Kymäus verhört |
| 1547 | in der Burg werden 45 Personen beköstigt |
| 1548 | Kaiser Karl V. und der Graf von Büren melden Ansprüche auf das Amt Bevergern an |
| um 1560 | Umbauten unter Bischof Bernhard von Raesfeld (1557-1566); Bau des Renaissancegiebels |
| 19.05.1562 | großer Brand von der ‚Rheiner Pforte’ bis zur ‚Kremerbrücke’ |
| 1565-1578 | das Amt Bevergern wird mit dem Amt Rheine zum Amt Rheine-Bevergern kombiniert |
| 1571 | Kirchenvisitation; „Kommunion in beiderlei Gestalt; der Pfarrer lebt im Konkubinat“ |
| 1573 | erste schriftliche Erwähnung eines Rathauses westl. der Kirche und der Antoniusschule (heute Bibliothek Heimathaus) |
| 1577-1741 | wirtschaftlicher Aufschwung durch Entdeckung und Betrieb von Salzquellen am Huckberg und auf der ‚Saltenwiese’ |
| 1583 | spanische Kriegsleute überfallen Kaufleute im ‚Sendfeld’; 10 Gefangene werden durch das Schwert hingerichtet |
| 1588 | die Domherren Berendt von Oer und Johann Westerholt sitzen in der Burg wegen Totschlag ein |
| 1589 | spanische Soldaten marodieren bei Bevergern; münstersche Reiter schlagen 20 Spanier tot und nehmen 15 gefangen |
| 1591 | Beschwerde der Bürgerschaft wegen Schadhaftigkeit des Tores auf der Kremerbrücke und des Rheiner Tores |
| 1598 | der Bürgermeister beantragt einen zweiten Markt |
| 1599 | die Wandmachergilde wird mit 35 Meistern gegründet |
| um 1600 | Bevergern hat ca. 600 Einwohner |
| 1603 | die Oranier melden Ansprüche auf das Amt Bevergern an; der Kaiser lehnt ab |
| 1607-1619 | Dietrich v. Galen, Vater des späteren Bischofs Christoph Bernhard, ist in der Burg inhaftiert, nachdem er bei einem Duell Gerhard v. Morrien getötet hat |
| 1607/1608 | ein zweiter Jahrmarkt wird durch den Bischof genehmigt |
| 1609 | Neubau des Riesenbecker Tores |
| 1610 | Umbau des Rheiner Tores |
| 1618-1648 | der 30jährige Krieg |
| 1622-1624 | anholtinische Truppen befinden sich in der Stadt; an Quartierungskosten müssen über 20.000 Rtlr. bezahlt werden; zeitweise lagern bis zu 400 Soldaten im Ort |
| 1622-1633 | Ausbesserung des Pulverturmes und der Zugbrücke an der Burg |
| 06.08.1623 | Schlacht im ‚Lohner Bruch’ bei Stadtlohn; 32 gefangene Soldaten werden in die Burg Bevergern verbracht |
| 13.10.1624 | 13.10.1624 Stadtbrand; innerhalb einer Stunde werden 92 Häuser vernichtet |
| September 1633 | Burg und Stadt werden durch die Schweden erobert |
| Mai 1634-1652 | Burg und Stadt werden an den Prinzen von Oranien abgetreten, der Ansprüche aus dem tecklenburgischen Erbe geltend macht |
| 1637 | Bevergern kommt vorübergehend wieder in münsterschen Besitz |
| 1643 | die Klosterfrauen erwerben ein neues Haus als Zufluchtstätte östl. der Kirche |
| 1648 | der Westfälische Frieden von Osnabrück und Münster; Stadt, Amt und Burg Bevergern fallen wieder an den Bischof von Münster; die Oranier setzen die Besatzung der Burg bis 1652 fort |
| 1650 - 1678 | 1650-1678 Regierungszeit von Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen |
| 28.08.1652 | der ‚Handstreich auf Bevergern’; sieben münstersche Soldaten erobern die Burg mit einer List; die oranischen Soldaten ziehen ohne Waffen Richtung Lingen ab |
| 02.09.1658 | 02.09.1658 Stadtbrand; in vier Stunden fallen 95 Häuser dem Brand zum Opfer |
| 15.02.1659 | der Prinz von Oranien verzichtet endgültig auf Bevergern; der Bischof zahlt hierfür über 120.000 Taler |
| 1663 | Bau der Küsterei |
| 1666 | die östlich der Stadtgrenze gelegene Kleimühle wird durch Blitzschlag vernichtet |
| 1669 | nach dem Brand von 1658 wird der ‚Klosterhof’ neu errichtet |
| 06.-15.03.1680 | Bischof Ferdinand II. lässt aus Gründen der ‚Kriegsräson’ die Burg sprengen; er hat Sorge, die Holländer könnte diese von Lingen her wieder gewaltsam einnehmen; die Trümmer werden als Steinbruch genutzt |
| 1686-1699 | Reparatur und Aufstockung des Glockenturmes mit den Werksteinen der 1680 gesprengten Burg |
| 1691 | die zweite Zunft (das gemeine Amt) wird errichtet (umfasst - außer Tuchmacher - alle übrigen Handwerker) |
| 1694-1859 | die Baumeister- und Steinmetzwerkstatt Nieman erstellt zahlreiche Gebäude verschiedenster Art, u. a. über 40 Bildstöcke und Wegekreuze |
| 1712 | Bau der Antoniuskapelle |
| 1724 | Bau des Pastorates; u. a. mit Werksteinen der 1680 gesprengten Burg |
| 1748-1921 | es entstehen 18 Sämereien und Gärtnereien |
| 1756 | Bau der Marienkapelle |
| 1759 | Anbau der Kapelle nördl. des Turmes |
| 1759 | Bevergern hat 759 Einwohner |
| 1767 | Anbau der Taufkapelle südl. des Turmes und der Sakristei südl. des Chores |
| 1799 | die Walkmühle im Hagen wird aus den Steinen der 1680 gesprengten Burg – auf den Resten eines alten Bastionsturms – fertig gestellt |
| 25.02.1803 | Säkularisierung; nach über 400 Jahren endet das fürstbischöfliche Amt Bevergern; Bevergern fällt an Preußen, Kreis Münster |
| 1818-1890 | die Einwohnerzahl bleibt konstant bei ca. 850 Einwohnern |
| 01.06.1806 | Königreich Preußen, Kreis Bevergern (verwaltet von Lingen aus) |
| 21.01.1808 | Großherzogtum Berg, Ems-Departement in Lingen |
| 13.12.1810 | Kaiserreich Frankreich, Ober-Ems-Departement, Arrondissement Osnabrück, Kanton Bevergern |
| 19.11.1813 | Königreich Preußen, Militär-Gouvernement Münster |
| 29.05.1815 | Königreich Preußen, Kreis Tecklenburg |
| 1817 | das Riesenbecker Stadttor wird abgerissen |
| 1821-1824 | Bau eines Schulgebäudes auf dem Burggelände |
| 1861 | Bau des Krankenhauses |
| 1875 | Bau eines Schulgebäudes (1955 abgerissen) |
| 1899 | Eröffnung des Dortmund-Ems-Kanals und Neubau der Großen Schleuse |
| 1910 | beim Bau der Lehrerwohnungen (1964 abgebrochen) werden Mauerreste der Burg gefunden, die durch Sprengung beseitigt werden |
| 1911 | Abriss des Rathauses an der Langen Straße |
| 1911-1914 | Bau der Großen Schleuse |
| 1911-1974 | im ‚Klosterhof’ finden die Ratssitzungen statt |
| 1923 | Brand auf der Herrenstraße; sieben Häuser werden vernichtet |
| 1933 | beim Bau der Burgschule werden zugespitzte Eichenpfähle der ehem. ‚Kremerbrücke’ gefunden |
| 1937/1938 | Bau des neuen Südschiffes und der Sakristei |
| 1939 | 1.460 Einwohner |
| 1946 | durch Flucht und Vertreibung wächst die Einwohnerzahl auf 2.040 |
| 1955 | beim Bau der Grundschule werden Mauerreste der Burg freigelegt |
| 1964 | Prof. Hilckman schenkt sein Geburtshaus der Stadt |
| 1966 | 600 Jahre Stadt Bevergern; Eröffnung des Heimathauses |
| 1972 | 2.700 Einwohner |
| 01.01.1975 | Bevergern wird mit Dreierwalde, Hörstel und Riesenbeck zur neuen Stadt Hörstel zusammengefasst |
| 28.04.1975 | in der Kirchturmkugel wird ein Brief von Dr. Borggreve aus dem Jahre 1844 aufgefunden |
| 1977-1983 | Altstadtsanierung |
| 1990 | 3.500 Einwohner |
| 1991 | Bundesgolddorf |
| 05.07.1993 | die ‚historische Altstadt’ wird unter Denkmalschutz gestellt |
| 1999 | 100 Jahre Dortmund-Ems-Kanal |
| 1999 | 400 Jahre Fastnacht |
| 2000 | 575 Jahre Schützenwesen |
| 2002 | 4.300 Einwohner |
| 2002 | 375jährige Wiederkehr ‚Rückeroberung der Burg’; VII. Altstadtfest; historischer Festzug |